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Ressourceneffizienz und nachhaltige Prozessinnovation

Online Schulungsprogramm Ressourceneffizienz und nachhaltige Prozessinnovation

Die Entwicklung neuer und bahnbrechender Ideen ist ein wesentlicher und nachhaltiger Wettbewerbsvorteil für Unternehmen (Grabner, 2014; Nonaka, 1991), insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs). Hierbei steht nicht nur die Produktinnovation im Vordergrund, sondern auch die Prozessinnovation durch welche signifikant Ressourcen eingespart werden könnten (z.B. Material, Energie). Der weltweite Ressourcenverbrauch steigt stetig an, es gibt Versorgungsrisiken für viele Materialien und die Volatilität der Preise nimmt zu. Bereits heute sind in einigen Wirtschaftszweigen des verarbeitenden Gewerbes über 50 % der Kosten für ein Produkt auf den Materialeinsatz zurückzuführen (Statistisches Bundesamt, 2016). Durch die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen wird die Ressourceneffizienz immer wichtiger, insbesondere in KMU (Torr, 2008). Die Identifizierung und Nutzung strategischer und prozessualer Verbesserungspotenziale ist dabei nicht nur ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit. Während viele Unternehmen bereit sind, zur ökologischen Nachhaltigkeit beizutragen, fehlt es oft an konkreter operativer Umsetzung und geeigneten Methoden, welche für die Unternehmen einfach und effizient umsetzbar sind (Henri & Journeault, 2010; Durden, 2008).

Die Steigerung der Material- und Energieeffizienz innerhalb der Wertschöpfungskette bietet daher für Unternehmen eine dreifache Chance – geringere Produktionskosten, höhere Umsätze aufgrund der ökologischen Reputation sowie eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit (Gächter et al., 2010; Kokott & Roetzel, 2008).  Innovationen für die Ressourceneffizienz bieten der Wirtschaft große Wettbewerbschancen, die es zu heben gilt.

Optimierungspotentiale im Bereich der ressourceneffizienten Produktion sind nicht nur bei KMU zu finden, allerdings fehlen insbesondere diesen oft zeitliche und personelle Kapazitäten, um auf dem aktuellen Stand der Technikentwicklungen, Managementmethoden und Prozessgestaltung zu sein (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2016).

Durch das e-Learning-Projekt „Ressourceneffizienz und innovative Prozessoptimierung“ (RENPI) erhalten teilnehmende KMUs die Chance, eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter ohne wesentlichen zeitlichen oder personellen Aufwand im Bereich des ressourceneffizienten Produzierens als Multiplikator auszubilden. Diese zukünftigen Multiplikatoren können über eine Mischung aus e-Learning, Webinar und Präsenzeinheiten zeiteffizient und praxisnah geschult werden. Die zeitliche Flexibilität der e-Learning Elemente sorgt dafür, dass die Schulung stressfrei absolviert werden kann. So können Leerlaufzeiten, genauso wie Pendelzeiten, effektiv genutzt werden.

Die geplanten Präsenztermine sorgen zusammen mit den Projektarbeiten für eine Verknüpfung der regionalen Unternehmen aus Bayern, insbesondere aus dem Großraum Unterfranken und ermöglichen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sich mit anderen angehenden Multiplikatoren zu vernetzen. Bis zum Ende des Projekts soll sich ein Unternehmensnetzwerk entwickeln, dass auch nach dem Projektende bestand hat. Neben ideellen Kooperationsmöglichkeiten können die Unternehmen auch eine materielle Zusammenarbeit anstreben. Im Sinne einer Closed Loop Supply Chain, könnten daher Synergieeffekte, wie die Nutzung von Abfällen oder Abwärme aus einem Unternehmen im anderen, oder die Mitnutzung oder gemeinsame Anschaffung von Maschinen zwischen den Unternehmen etabliert werden. Eigene Entwicklungsprojekte der einzelnen Unternehmen, sowie Firmen übergreifende Kooperationen können von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern direkt vor Ort umgesetzt werden.

Durch die Integration der betriebswirtschaftlichen und technischen Ressourceneffizienzthemen mit neusten Forschungsergebnissen und Konzepten des Ideenmanagements wird sichergestellt, dass konstante Verbesserungsprozesse und langfristige Systeme für Innovationen in den Unternehmen eingeführt werden.

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